Tag 31: Dimitrovgard – Edirne

see english Version below 🙂

Distanz: Dimitrovgrad – Edirne, 102km
Ein Tanz im intensiven Lebensland

Die erste Portion Pasta ist gemampft. Jetzt wird losgeschrieben und die Gedanken und Erlebnisse rausexplodiert. Wow. Was füf ein Tag. Kuku liegt rechts von mir und ist schon eingeschlafen. Es ist 21.12 Uhr hier in der Türkei. Auf meiner Stirn fühlt es sich an, als hätte ich den Helm immer noch auf. Hätte mir jemand die Geschichte dieses Tages erzählt, hätte ich es ihm nicht geglaubt, dass man das alles an einem Tag erleben kann.
Aber gut, fangen wir von vorne an:

In den ersten wachen Momenten realisiere ich meinen kühlen Kopf. Dann Tageslicht. Schwach, gedämpft. Und ich überlege, wo Kuku liegt. Sie liegt links von mir. Der Kopf auf der Isomatte, ansonsten eingerollt auf dem nackten Zeltboden. Ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass sie ein Schneehund ist – Snowbutt, wie Miro liebevoll sagte – und im Winter geboren ist. Sehr wahrscheinlich hat sie häufig bei 0 Grad draussen geschlafen.
Ich hebe meinen Kopf und luge aus dem Zelt. Das schwache Licht rührt von dem undurchdringlichen Nebel.
Nein. Das ist kühl. Ich will noch nicht aufstehen.
Dennoch muss ich pinkeln, rüttle mich aus dem Schlafsack und gehe danach gleich wieder hinein und mümmele mich nochmal ein.
Beim zweiten aufwachen scheint Sonne durch den schwächeren Nebel. Es ist kurz vor 8. Nein, nein, nein, ich schaue jetzt nicht nach, ob Miri oder irgendwer mir geschrieben hat.
Ab in den Tag: Stuhlgang. Dann Schluck Wasser und das Aussenzelt auf den Betonblock in die Sonne hängen; dann 12 Minuten meditieren. Die Schlafsackrolle auf einen anderen Stein. Darauf sitzen, Augen zu.
Ich atme und spiele mit meinem Zentrum. Dinge, die mich betreffen: Heute. Die Grenze. 100km. Kann ich das schaffen mit Kuku? Ich lasse den Zweifelfaden weitergleiten. Gedanken an Miri, Gedanken an ihre Entscheidung zur weiteren Facharztausbildung – Halt! – wo ist mein Zentrum? Atmen. Atmen. Und so fühle ich Dankbarkeit. Fühle Sätze wie „ich bin grossartig“ in mir umherschwirren. Merke eine Ruhe auftauchen, die dann wieder verschwindet. Das Handy klingelt. 12 Minuten vorbei.
Ich begrüsse die Welt. Begrüsse Kuku und springe mit ihr zweimal im Kreis.
Dann ein spärliches Frühstück: ein dicker Schokoriegel namens „Flapjack“.
Bis Simeonovgrad sind es ca. 23km. Dort gibt es dann ein richtiges Frühstück, denke ich mir.
Also rollen wir los. Schwer. Es geht in sehr lang gezogen leichten Anstiegen bergauf. Immer noch schwer, bis ich merke, dass das Dynamolicht von gestern Abend noch auf an ist. Keine Ahnung wie gut der Dynamo ist. Jetzt ist er aus. Dann sollte es zumindest 3-5 Watt leichter gehen. Ha! Das spürt man nicht wirklich… (ungeprüfte Annahme: ich trete etwa 120 Watt im Schnitt).
Es geht an einem schönen Fluss entlang, dessen Ufer immer wieder von Müllhaufen übersät ist. Das macht mich traurig…
Kurz vor dem Ortsschild Simeonovgrads kommt ein Eselwagen entgegen, den ich freundlich grüsse. Als ich vorbeirolle, schaue ich auf die Ladefläche und sehe einen Stuhl, eine ranzige Decke, undefinierbares Zeug. Er kam rechts von mir entgegen. Was macht er denn auf der Strassenseite? Ich rolle und drehe den Kopf dabei, schaue hinterher und sehe, wie er zwischen den Bäumen steil nach links Richtung Fluss geht… Stuhl, ranzige Decke… verdammt! Er wird doch nicht…
Ich drehe um, sehe, wie er er gerade das Zeug über Bord mitten zwischen die Bäume in glänzend grünes Gras wirft.
Ich pfeife nach Kuku, packe das Handy aus der Hülle, schalte den Flugmodus aus und suche im google translator nach „bitte nicht den Müll in Natur werfen“.
Ich halte vor dem Abhang an. In 15 Sekunden ist bereits der ganze Müllberg vom Wagen.
Dennoch rufe ich:
„Heide. Molya ne izkhvürlyiaite bokluka sred prirodata.“
Der Mann reagiert. Ist aber schon fertig mit seinem Werk. Er kommt ohne Wagen zu mir und brabbelt irgendwas auf bulgarisch. Ich verstehe kein Wort.
Übersetze noch: „die natur in Bulgarien ist so schön..“
Er hebt die Hände entschuldigend hoch.
„A pudka“ wiederholt er immer wieder.
Pudka heisst Loch.
Ich Blicke in die Augen des Mannes. In das wettergegerbte Gesicht. In die gelben, schrägen Zähne und spüre Traurigkeit und Wut. Spüre irgendwie Verständnis für diesen Mann und ein Volk das zum Mitmachen an der rasenden Globalisierung gezwungen wurde. Keiner konnte sich gegen den Glanz von Autos, Fernseher, Internet und Handues wehren. Jetzt haben wir uns daran gewöhnt. Und fliegen in 24 Stunden einmal um die Erde und scheissen am liebsten Plastikmüll. Die einen sortieren es und blasen es in den Himmel hinaus, die anderen schmeissen es eben in den allgemeinen Bürgergarten: Natur. Und dieser Mann, der mit einem Eselwagen seinen Müll wegbringt. Nein. Ich kann es ihm nicht verübeln. Dieses Volk darf auch seine Fehler machen.

Wir rollen weiter. Der Müll Mann mit seinem Eselwagen ist etwas langsamer als ich mit laufender Kuku. So geht es nach Simeonovgrad rein. Frühstück? Ruft mein Bauch. Da kommt aber irgendwie nichts. Und auch die Tatsache, dass ich keine Lewa mehr habe in Bar verunsichert mich etwas. So rolle ich durch die Hinterstrassen des Kleinstädtchens, über eine Brücke, die aus Metallgittern besteht, einspurig. Die laufende Kuku hinter mir setzt zwei Pfoten aufs Gitter, bleibt stehen. Läuft nach links und rechts – dabei sehe ich den abgetrennten Fussgängerweg der aus weniger löchrigen Metallplatten besteht. Ich versuche mit Handbewegungen der Hundedame kalr zu machen, dass sie da hin soll.
Derweil wartet hinter mir ein Auto. Auch gegenüber wartet ein Auto. Mein Zentrum springt zu denen, ich werde schneller im Sprechen, maule, pfeife Kuku an, die immer noch an den Gittern links und rechts läuft.
Dann versteht sie und sie den Nebenweg, geht darauf. So kommen wir über die Brücke und damit fast aus Simeonovgrad heraus. Noch kein Frühstück. Nun gut. Ist ja auch schon 11.00. Und das nur 13km entfernte Harminli sieht auch noch grösser aus, da gibt es…
„Ho“ ruft es von rechts.
Links von mir steht an einer Strassenecke Polizei.
Rechts ist… da sind mehrere undefinierbare Jungs hinter einem Zaun, etwa 50 Meter entfernt. „Otvoreno“ steht in kyrillischen Buchstaben auf einem roten Schild.
Was…? Fragt mein Kopf. Schule? …
Ich bleibe unschlüssig an der Strassenecke stehen. Trinke einen Mini Schluck Wasser aus Unschlüssigkeit. Kuku legt sich derweil in den Schatten.
Obwohl es mir nicht gefällt, diese paar Meter nach Westen zu fahren, fahre ich rüber.
3, 4… nein nach 2 Minuten stehen unzählbare Jungs vor mir, zwischen 8 und 13 Jahre alt. Die verschiedenen vorlautesten und Alphajungs der Gruppe versuchen sich im englisch. Mit meinen drei bulgarischen Wörtern erkläre ich, dass ich aus Deutschland bin und nach Istanbul fahre.
Sie bewundern mein Rad. Bewundern Kuku. Ich gebe sogar jedem die Hand. Im Hintergrundn stehen drei Mädchen, von denen eine – mit Lolli im Mund – schüchtern „Hallo“ (oder war es Hello?) Sagt. Ich sage etwas ähnliches schüchtern zurück.
Mittlerweile habe ich alle Namen vergessen. Jedenfalls versuchen sie mir mehrmals klar zu machen, dass ich einfach kur geradeaus fahren soll. Harminli, Svilengrad und ein ominöses „kapitan andreevo“, was ich bisher noch nicht auf dem Schirm hatte.
Als der eine Junge seinen Satz mit „magistrada“ und einer pfeilschiessenden Handbewegung schliesst, lachen die anderen Jungs halb gedämpft. Was auch immer. Ich verstehe kaum was. Was ich später verstehe, ist, dass der eine mich auf die Mädels hinweist, indem mit den Händen Brüste, Hintern und eine Scheide andeutet. Er „brüstet“ sich sozusagen mit seinem Gehabe. Ich weiss nicht, wie ich darauf reagieren soll, weil ich es für eine Unverschämtheit halte. Das zu sagen weiche ich aus und sage – was auch stimmt – dass die Mädels viel zu jung sind. Kuku wird mit Wasser beschenkt, ich bekomme eine halbvolle Flasche Cola – „partydrinks cola“, widerliches Billigzeugs, dass ich später wegschmeissen werde – im Moment hilft es mir aber über den viel zu grossen Hunger hinweg.
Dann versuchen wir über verschiedene Wege, facebook-Kontakte auszutauschen, was erst beim 3. Jungen klappt, da dieser seinen Namen in lateinischen Buchstaben eintippen kann.
Schliesslich fragen sie mich, wieviel mein Handy und mein Fahrrad gekostet haben. Beim Handy stecke ich es unbewusst erst einmal in die Hosentasche mit Reissverschluss, da ich es wirklich brauche, bekomme ich selbst bei diesen netten Jungs Angst, dass sie – ja, bei diesem Unterschied zwischen arm und reich – es stehlen könnten.
Und dann mogle ich den Preis hinab. Sage bei Fahrrad und Handy nur den halben Preis. Für beides zusammen müssten die meisten Arbeiter in Bulgarien ein halbes Jahr arbeiten. Ich habe Angst, diese Jungs mit dieser Tatsache zu konfrontieren, habe Angst sie damitbzu beschämen und in ihren Augen so überaus reich zu gelten.
Ich muss weiter. Habe Hunger. Und komme bald nach Harminli. Dort gibt es wieder einen Lidl. 3 mal Mozzarella, Tomaten, eine Salami, Bananen und nen frischen Orangensaft. Das aber für später. Denn erstmal möchte hier was essen. Ist ja mittlerweile schon 12. Zuerst aber gönne ich mir ein Kinder Maxi King.
Und wechsle dann noch 10 € in Lewa, damit ich mir eine Pizza holen kann. Zu dem Zeitpunkt weiss noch nicht, dass mich Cüneyt im Restaurant Verona einladen wird.
Das tut er aber. Spricht mich an. Älterer Mann, stellt einsilbige Fragen im Wechsel auf englisch und deutsch. Seine blonde Frau nebendran raucht schweigend. Sein Sohn macht Hundetransporte von der Türkei und Bulgarien nach Deutschland. Kontakte werden ausgetauscht. Ich esse eine Pizza, zu der ich mal wieder nach Ketchup oder Mayo gefragt werde. NEIN! Bloss ja nicht!
Cüneyt fragt, ob ich noch mehr will. Kein Kaffee. Lieber diesen leckeren rotorangenen Salat vom Nachbartisch. Ok. Klar doch.
Da fängt seine Frau plötzlich an zu schimpfen. Mit zitternden Händen und Mund schimpft sie.
Ich versuche, zu verstehen, sie betont aber, dass es kein Problem sei.
Ich esse still und atme still den Rauch ein. Während Cüneyt auf dem Klo ist, schweigen wir uns weiter an. Ich versuche ihrem Rauch auszuweichen und beobachte gleichzeitig neugierig, wie intensiv die Gefühle mit ihrem Gesicht kämpfen. Sie raucht Zigarette um Zigarette. Ich glaube, da ist eine gigantische Wut versteckt. Hier kann ich nichts machen. Cüneyt und die Dame verschwinden. Alles idt bezahlt. Dennoch luge ich auf den Zettel und bin wieder erstaunt, wie billig das alles war.
Kurze Hose an. Kuku liegt im Schatten.
Damit weiter nach Svilengrad. 32km bis dahin. Es ist schon 2 Uhr. Klappt das noch bis Edirne?
Mit diesem Geschenk auf der Strasse sicher: nach etwa 10km kommt ein Düngetrekker von der Seite, der sich mit genau 27km/h vor mich klemmt. Ha! Also, ran an den Speck. Kuku sitzt ruhig. So schaffe ich etwa 10 ganz schnelle Kilometer. Danach rolle ich nur mit 17kmh weiter.
Ein Rennradfahrer kommt mir entgegen. Wow. Der dritte im ganzen Land.
Dann überholt mich einer.
Und plötzlich bin ich in Svilengrad. Der letzten Stadt in Bulgarien. Und hier sind Fahrradfahrer. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Nirgends sind sie Rad gefahren. (Mit Ausnahme von Sofia) Und hier sehe ich Rennräder, Mountainbikes, Trekkingräder.
Dazu etliche Casinos.
Ich gehe in den Stadtpark, fast am Ostende des Ortes. Mein Körper schreit nach zehn Minuten Schatten.
Es gibt Tomate-Mozzarella Salat mit den letzten Tropfen gutem Balsamico und ja, dieses Mal schmecke ich deutlich den Unterschied. Ich spritze mich an einem Bodenhahn nass, ruhe mich nicht aus und gehe stattdessen durch dieses Tor – wodrüber die olympischen Ringe sind. Ein Fussballfeld? Was ist darin? Rasen, ja, da ist wohl eins. An den Tribünen vorbei… und:
Des Rätsels Lösung:
Hier ist eine Outdoor Radbahn mit fetten Steilwandkurven.
Juchey. Das will ich mal probieren. Schiebe mein Rad rein und werde aufgehalten: ein junger, etwas breit-sportlicher Kerl geht mit einer älteren Dame auf die Bahn, dehnt sich ungelenk und schliesst die Tour zur Bahn.
Er will laufen. 2-3 Runden. Da mache ich doch mit.
Rad abstellen. Handy und Geldbeutel weg. Und dann laufe ich mit ihm. Feuere ihn an. Am Ende von Runde 2 legt er einen satten Endspurt hin.
Da bekomme ich Lust auf strava und mache eine Runde 1km, um zu sehen was so geht:
3’23. Na also. Etwas laufen kann ich noch.
Stefan – der Läufer – fragt, wo ich schlafen werde. Und bietet mir einen Schlafplatz an.
Da werfe ich die Planung um. 34km wären es noch bis Edirne gewesen. Dann eben nicht. Dann höre ich hier eben auf. Auch gut.
Stefan, seine beiden Trainer und ich gehen nach draussen.
Sie reden noch etwas. Dann fragt mich Stefan, ob ich noch was brauche.
Nein, sage ich. Und damit geht er zu seinem Auto – und fährt davon.
Hä? Was habe ich da wieder falsch verstanden?
Oder hat er mein:
„Okay then i stay with you.“ – missverstanden?
Na gut. Ich schaue noch kurz hinterher.
Dann geht es eben weiter.
Ab zur Grenze.
Wieder kommt Angst auf.
Die 6. Grenze. Bisher war alles easy mit den Grenzen.
Bulgarien raus – ok.
Türkei, tja. Da wollen sie einen Pcr Test. Den hab ich nicht.
„You got 2 options:
Go back to bulgaria and make pcr test. Or go to turkey with 10 days of quarantine.“
Ich überlege hin und her. Lese mir den Quarantänewisch durch und erinnere mich an andere Reisende, die davor gewarnt haben, seine Unterschrift darunter zu setzen.
Ich schreibe mit Yusuf, meinem Freund in Istanbul. Schliesslich unterschreibe ich das Papier mit zitternden Händen. 10 Tage Quarantäne im 250km entfernten Istanbul. Ein grosser Teil von mir findet die Idee, morgen um 3 aufzustehen, um bis Istanbul zu fahren, echt geil. Möglich? Keine Ahnung. Ohne Kuku easy. Aber mit?
Ich verschiebe die Entscheidung und hoffe auf mein Glück und Yusufs Aussage, dass da eh nicht kontrolliert wird. Gut. Dann eben in 2 Tagen nach Istanbul.
Die Türkei begrüßt mich mit einer flammenden untergehenden Sonne im Rücken und einem riesigen aufsteigenden Mond vor mir. Der Orient beginnt…



Distance: 31 km
„A dance in a intensive Land of Living!“

The first portion of pasta was munched. Now, I will start to write and the thoughts and Experiences will be explode out.

Wow! What a day. Kuku, my dog lies there right beside me and falls asleep. Its 21.12 o´clock here in turkey. My forehead feels like it still wears the helmet. If I´ve would have heard this story from someone else, I wouldnt have believed him, that someone like me could experience that all in one day. Well, lets start on the beginning:

The first awakening moments that day, I realized my cool head. Then daylight. Weak, muffled. And I think about, where Kuku could lying. She lies there left beside me. Here head on the sleeping mat and curled up on the naked tentfloor. I always have to remember, that shes a snowdog – a snowbutt, like Miro said loving. And that she is born in winter. Most likely she slept at zero degree outside. I am lifting my head and look outside the tent. The weak light stirs from the impenetrable fog.
No. Thats too cool. I dont want to get up.
But- I have to pee, so I shake me out of the sleeping bag and went back there again to wrap me inside the bag again.

The second awake, the sun shines through the the weaker fog now. Its short before eight. No, no, no – I dont will have a look if Miri my girlfriend or anyone else could have written me on my phone.
Off into the day: Have some poo. Then some gulp of water and the to hang the outer tent onto the concrete block into the sun; then meditate twelve minutes. The sleeping back roll onto another stone. Sit on, closing eyes.

I breathe and play with my inner centre. Things, that affect me: today. The border. 100 kilometers. Can I do it with Kuku? I let grow the doubt thread flow. Thoughts to Miri, thoughts to her decision to her further scpecialist doctor training- but stop! where is my inner centre? Breathe. Breathe. And so I feel gratitude. Feel Sentences like „I am great!“ buzz around inside me. Recognizing a silence popping up inside me – and letting go. The smartphone rings. 12 minutes past.

I welcome the world. Welcom Kuku and jump around twice with her in circle. Then a sparse breakfast: A fat choclate bar called „flapjack“. To simeonovgrad it would be maybe 23 kilometers. There I will have a correct breakfast, I think to me.
So, we roll out. Heavy. The way follows a very long drawn rise hill up. Still hard to the point, where I recognize that my bycicle dynamolight is still in function since yesterday. Dont know, which quality this dynamo has. Now its off. Now it shuld be 3 to 5 watt easier to cycle. Ha! You dont feel it truely. For sure! (uncheked adoption: I kick about 120 watt in average)
The way follows along a beautiful river in which shores are littered with massive garbage hills. That makes me sad …

Short before the place name sign of Simeonovgrad there comes a donkeycart to my direction. I welcomed the man. And as I roll by I have a look on the loading area and watch a rancid blanket, a chair and some undefined stuff. The man came towards me at the right side from the street. What is he doing there on this side? I am rolling an turn around my head, have a look back and watch him walking between the trees steep left to the river … Chaic, rancid blanket … damn! He wouldnt!
So, I turned around, saw him throwing his stuff over board in the middle between the trees onto shiny green gras. I whistled Kuku, grapped my phone outside the cover switched off flymode and search in google translate to „Please dont waste your garbage into nature!“ I stopped at the slope. Already, in 15 seconds all of the stuff was down from the dare. But I call yet: „Heide. Molya ne izkhvürlyiaite bokluka sred prirodata.“ The man reacts. But is already finished with his work. He comes to me without his dare and babbles some bulgarian words. I dont understand anything. I still translate: „The nature in Bulgaria is beautiful…“
He lift his hands apologetically. „A pudka“. He repeats always. Pudka means a hole.
I look into the mans eyes. In his wheater tanned face. Into his yellow, obliquely teath and feel sadness and anger. Feel understanding for that man and his people from his land somehow. I feel, that they ve been forced to participate to the fourious globalization. Nobody could fight back the shine of cars, television, internet and smartphones. Now we get used to it. And are flying around the world in 24 hours, shitting plastic waste for favourite. Some people sort it and blow it towards the sky, others throw it back to the general citizen garden. Nature. And this man, who brings back his waste with his donkey cart. No! I cannot resent him. This land may do his failures as well.

We re rollin further. The waste man with his donkey cart is slower than me with walking Kuku. So it follows into Simeonovgrad. Breakfast? My belly cries. But there isnt coming anything. And the fact, that I dont own any lewa in cash anymore unsettles me a little. So I roll through the back streets of this small town. Over this bridge, consisting of thes metalgrid. Single lane. Waling Kuku behind me, putting two paws onto grid and stops. Walking left, waling right. Beside this I see the severed sidewalk which consists of holey metal plates. I try to admit Kuku that she should go there. Meanwhile a car behind me is waiting- as well in front of me. My inner centre jumps outside to them, I become faster in speaking, moaning and whistle to Kuku. She is still walking the grids left and right. Then she understands and sees the sidewalk and walks there. So we pass the bridge and are nearly outside Simeonovgrad. Still no breakfast. Well, its 11.00 o´clock already. And the 13 kilometers distant Harminli look bigger. There it could be…

„Ho!“ – somebody calles from the right side. To the left theres police at the corner. To the right, there is…
There are some undefined boys behind a fence, maybe 50 meters distance. A red sign there wears „Otvorneo“ in cyrillic letters. What…? My head is asking. School? I stopped indecisive. Drinking a tiny gulp of water of being indecisive. Meanwhile Kuku lies into the shadows. Although i dislike to drive these few meters to the west, I do so. Three, four. No, after two minutes there are uncountable boy standing in front of me. All maybe between 8 and 13 years young. Some different alphaboys and cheeky ones are tryin some englisch words talking to me. I explain with 3 broke bulgarian words, that I am german and travelling to instanbul. They admire my bike. Admire my dog Kuku. I even give everybody shakehands. There are 3 girls standing in background. One of them, with a lollipop in her mouth, shyly says „Hallo!“ (Or was it „Hello“?) I say some similar back, shy as well. Meanwhile I forgot all the names. In any case theyre all tryin to admire me, that I have to drive straight on only. Harminli Svilengrad and a omnious „kaptian andreevo“, which I havent understand yet. As a boy closes his sentence with „magistrada“ and a shooting arrow hand direction move, all other boys were loughing muffled. What ever. Later I understand, that some of them shows me to direction of a girl with symbolic hints of brests, butt and vagina. He boasted his self with his having. I dont know how to react, because I think its insolence. To not saying this, I dodged this situation and say- what is true – that the girls are way too young. Kuku gets a gift – some water. I get a half filled bottle of coca cola „partydrink cola“. Some disgusting cheap stuff, which I will have thrown away later. But in that moment it helps me to come over my huge hunger.
Then we try to change facebook contacts in different ways, which was successful with the third boy, because he can write his name in latin letters in.
In the end they ask me, which financial worth the smartphone and bike has. I unconsciously put my phone into my pant pocket with closing zipper first, because I need this truely. But I got some fears through this kind young guys that they could steal it by the fact of difference between poor and rich, what I true recognized this moment. And then I cheat communicating of the true price down. Said for bycicle and smartphone only half of the worth of it. For both togheter, most workers in bulgaria have to work half a year. I feared, to confront these young boys with the fact and feared to shame them and to look this kind of rich in there eyes.
I have to go further. I am hungry. And arrive Harminli soon. There is a lidl supermarket again. 3 times mozzarella, tomatoes and salami. Bananas and some fresh orange juice. But for later. Because first I want to eat. Meanwhile its 12 o´clock. First I indulge me a Kinder choclate maxi king. And change some 10 Euros to lewa for buying some pizza later. To that time I didnt know, Cüneyt will invite me to restaurant verona.
Hes doin it. Speaks to me. Older man, asking some monosyllabic questions in changing english to german. His blond haired woman beside smokes in remain silent. His son does dog transport from turkey to bulgaria and to germany. Changing contact data. I eat some pizza where i will be asked to have some ketchup or mayo again. NO! Just not! Cüneyt asks if I want more. No coffee. Rather this delicious red orange salad from neighbours table. Ok, for sure. Then his woman begans moanin. With shattering hands and mouth she is moaning.
I try to understand, but she emphasizes that this is no problem. I eat in silence and breathe the smoke in silently. While Cüneyt has some loo we sit there in silent. I try to dodge her smoke and observe courious at the same thime how intensive her feelings fight with her face. Sie smokes a cigarette after another. I believe, theres a giant anger hidden. I can not do anything here. Cüneyt and the lady disappear. Everything is paid. Nevertheless i watched the bill and be amazed how cheap that all is.
Shorts on. Kuku sleeps in the shadows.
With this story further to Svilengrad. 32 kilometers to there. Its 2 o´clock. Does it work to Edirne?
With these gift there at the streets for sure: after 10 kilometers there is a fertilize tractor at the side, which comes in front to me with 27 kilometers per hour. Ha! So lets go! Kuku is sitting still. So i got some 10 fast kilometers. Afterwards I am rollin with 17 kilometers per hour further then. A road biker comes towards me. Wow. The third one in the whole country. Then one of them overtakes me. Suddenly I am in Svilengrad. The last city in bulgaria before turkey. And there many road bikers. I dont understand world anymore. Nowhere there have been cycling. (Expecting Sofia.) And here there are Road Bikes. Mountainbikes, Trekkingbikes. And endless casinos. I went to the citypark near the East End of the town. My body cries for a ten minute break in the shadows. There I have some tomatoe-mozzarella salad with the last drops of balsamico and yes- this time i taste the difference. I syringe me with some water of a floor water tap wet and have no rest and went through this gate instead. On top there some olympic circles hanging. A footballcourt? What is inside? Some turf grass, yes, there would be one. Passing grandstands and the mystery solved:
There is a outdoor racing track with fat steep wall curves. Jipii! This I want to try out. Sliding my bike in and are being stopped. A young, little wide sporty guy went with a older lady to the track, stretching awkward and closing the gate to the track. He want to run. 2 to 3 rounds. Ill take apart. Bike there off. Smartphone and money bag to the side. And then running with him. Cheering him. At the end of round two he takes a final sprint. There I get some pleasure for strava anddid a round 1 kilometer to see what i will get. 3 minutes 23 seconds. So what. Little running i am still able to.
Stefan the runner asks, where i will have my sleep. And offers some place.
There I switched my plan. 34 kilometers it would be to Erdine. Then not. Then I will stop here. Good as well. Stefan, his both trainers an I went out. Theyre still talkin something. Then Stefan asks me, if I still need something. No, I said. Then hes walkinto his car and drives away. Ho? What I did understand wrong again? Or did he mean: „Okay then I stay with you“ Missunderstood?
Well. I look after shortly. Then further more again. To the border. Again theres some fear. The sixth border. So far it was easy with all borders. Bulgaria out – okay. Turkey, well. There they want to have negative pcr test. I dont own one. „You got two options: Go back to bulgaria and make pcr test. Or go to turkey with 10 days of quarantine.“
I think for and back. Reading the wipe of Quatantine and remembering other travellers who has warned to set his sign below it. I write with Yusuf, my friend from istanbul. In the end i sign the paper with trembling hands. 10 days of quarantine in 250 kilometers distanced istanbul. A huge part of me takes the idea to wake up at three tomorrow for hot. Possible? I dont know. Without Kuku, easy. But with?

I move the decision and hope for being lucky and Yusufs statement for dont be controlled for sure. Well. Then in 2 days to instanbul. Turkey welcomed me with flaming setting sun in my back and a huge rising moon in front of me. Orient begins.

(short update: late evening I got message, erdogan spokes this evening. From April the 29th there will be complete lockdown. According to Yusuf this dosnt applies for tourists. What this means to me and which strategy I will take, i dont know.)


	

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